Jedes Jahr….
das gleiche. Nur merken kann ich es mir irgendwie nich. Jedes Mal bin ich wieder überrascht….
Da denkt man so langsam drüber nach, was man an Weihnachten so kochen könnte und wo man denn den Silvesterabend verbringt. Kuschelt sich abends (den hohen Temperaturen zum Trotz) mit heißem Tee in seinen Lieblingssessel und eigentlich könnte alles schön und gemütlich sein, wenn… ja wenn die Sache mit der Arbeit nich wäre…
Nu sacht bestimmt der ein oder andere: Sei froh, datte Arbeit hast und mecker nich… ich hab aber gerade Lust zu meckern, also können solche Sprüche in den Köpfen bleiben und brauchen hier nich kommentiert werden ![]()
Was wollt ich sagen? Ach ja: Ich hab das Gefühl, dass manche Leute nur auf die dunkle Jahreszeit warten und dann hinterrücks mit Ideen um die Ecke kommen, die natürlich zeitnah, am besten gestern, erledigt sein sollten… dies wird getarnt mit einem honigsüßen Lächeln und einem übers Jahr eingeübten Charme, der so unüberzeugend wirkt, dass man schon fast zu lachen anfangen möchte.
Die größte Hoffnung, die ich gerade hege, ist die, dass bald Januar ist und sich diese Gestalten wieder verkriechen, um sich die nächsten netten Idee zu überlegen, damit sie im November 10 wieder geschickt über mich herfallen können.
Das alles gepaart mit einer 3wöchigen Krankheit der Kollegin und dem Ausfall der Azubine (angeblich keine Sauinfluenza)….
Dafür hab ich jetzt Überstunden. Und die nächste Gelegenheit wird ergriffen, das Stundenkonto wieder auszugleichen…. dann mach ich mir ein schönes langes Wochenende… vielleicht sogar dieses Jahr noch, wenn nich wieder jemand ne Idee ausbrütet, die er mir nahebringen möchte…. das Glas ist halbvoll…. ich bin Optimist…. das wird ![]()


Posted on November 19th, 2009 at 09:40
“Wir haben uns überlegt, unsere Arbeitsablauf von XYZ jetzt komplett umzugestalten, um effizienter arbeiten zu können. Unsere Fachkraft für Restrukturierung…”
“Fachkraft für Restrukturierung? Wer isn das?”
“Na, Frau Müllermeyer aus der Buchhaltung. Die hat jetzt so ein Zeitmanagementseminar am Wochenende besucht und uns wertvolle Hinweise zu unserem ineffektiven Arbeitsablauf von XYZ gegeben.”
“Ineffektiv?”
“Ja, Frau Müllermeyer hat berechnet, und Sie wissen ja, mit Zahlen kann die Gute besser als mit Haustieren, dass wir 14 Minuten täglich sparen können, wenn wir umstrukturieren. Diese Zeit kann dann gebündelt werden und für neue Projekte investiert werden. Sie, Frau Bigi, bekommen dann auch noch einen größeren Aufgabenbereich. Wir wissen ja, dass Sie da besonders gut sind, sich in neue Sachverhalte einzuarbeiten…”
“14 Minuten?”
“14 Minuten. Auf das Jahr gerechnet sind das im Schnitt schon 3.080 Minuten. Das ist mehr als eine Arbeitswoche, die für neue Projekte…”
“Und wie lange, mein lieber Cheffe, brauchen wir für die Umstrukturierung?”
“Frau Müllermeyer kalkuliert einen Monat Aufwand.”
“Na, dann rechnet sich die Umstrukturierung ja nach vier bis fünf Jahren… Bis dahin wird der Arbeitsablauf von XYZ nur leider nicht mehr benötigt, da das Projekt dann abgeschlossen ist…”
“Oh, haben Sie auch ein Seminar besucht?”
“Nein, ich denke selbst.”
Posted on November 19th, 2009 at 17:57