…. Lüdenscheid….
Luxuslärm gucken und hören. Nachdem wir die Band als Vorgruppe meines Popschtars im Sommer gehört und erfahren hatten, dass die in Lüdenscheid so ganz alleine (also nich als Vorgruppe) ein Stelldichein geben, haben wir uns spontan entschieden, da mal hin zu fahren.
Bevor wir allerdings in die Kneipe eintreten konnten, gabs Parkplatzprobleme. Ein großer Parkplatz nebst Parkhaus war überfüllt und in unmittelbarer Nähe war auch nix zu kriegen. Da wir die Karten gegen 20.00 Uhr an der Kasse abholen mussten, ließ mich der Gatte schonmal aussteigen und machte sich alleine auf die weitere Suche. Ich hab dann die Karten schonmal geholt und als ich sagte, ich müsse aber nochmal raus da ich noch auf welche warten müsste, gabs einen kleinen Tumult. Es war nämlich geschlossenen Gesellschaft und der nette Herr an der Kasse hatte die Karten schon entwertet. Eine kleine Diskussion klärte aber die Sache auf, ich bekam auf jede Karte einen kleinen Stempel, der die Karte wieder gültig machte, der Türsteher wurde informiert und ich durfte die Lokalität wieder verlassen.
Draußen hatte ich dann einen kleinen Plausch mit einem mir unbekannten, ungepflegten, unrasierten und nach Alkohol riechenden Herrn, der gerne wissen wollte, warum er denn jetzt da nich rein und ein Bierchen trinken dürfe und wer denn da so spiele und wo ich denn wohl herkäme…….. Vom Gatten keine Spur….. Der kam dann mit einem unheilvollen Gesichtsausdruck auf mich zu, raunzte mich an, ich solle doch gefälligst nich so grinsen und erklärte mir kurz die Sachlage: Er hatte ein Parkhaus gefunden, wäre rein und hätte dann erst entdeckt, dat die um 21.00 Uhr schließen. Er wollte also wieder raus, was aber auch nich ging, da ich das Geld in meinem Täschken hatte und er für das Durchfahren bezahlen sollte. Ich hab ihm dann flugs das Geld gegeben und er is wieder zurück gestiefelt. Dort ging dann der Parkscheinautomat nicht, was seine Laune nich unbedingt besserte. Er musste dann noch Kontakt mit dem Parkhauswächter aufnehmen und konnte sich dann, nachdem er für die ganze Aktion noch 1 € blechen musste, der weiteren Suche nach einem Plätzschen für unser Auto widmen.
Zwischenzeitlich froren mir schon ein bisschen die Füße…. Die Hesse hatten inzwischen auch einen Parkplatz gefunden und so standen wir zu dritt auf der Straßen und warteten auf den Hasen mit Hals. Der kam dann auch irgendwann angeschlufft. Der Weg vom Parkplatz bis zur Kneipe hatte aber sein Gemüt schon ein bisschen beruhigt und wir konnten endlich rein…… Inzwischen waren meine Füße Eisklumpen.
In der Kneipe fanden wir zum Glück ein Sitzplätzchen, was (mir) die Wartezeit bis 21.00 Uhr gemütlich zum Aufwärmen diente. Schnell ein Pilsken und ne Frikadelle bestellt. Dat Pilsken kam, die Frikadelle nicht. Wir spekulierten, ob die erst das Schwein schlachen und durch den Fleischwolf drehen mussten und nach einiger Zeit begab ich mich an die Theke um mal nach dem Verbleib meines Fleischbällchens zu fragen. “Frikadelle? Ach, da hab ich sie wohl vergessen….” 2 Minuten später konnte ich meinen Hunger ein bisschen stillen. Es gab eine Frikadelle und Senf, Brötchen oder Toast waren aus……
Das Konzert war dann aber klasse! Das drumherum wie immer: Bei der Dame neben mir hatte das Deo versagt, was unangenehme Gerüche zur Folge hatte, wenn sie begeistert ihre Arme nach oben riss, es gab Menschen, die nicht bemerkten, dass sie nicht alleine waren und rücksichtsvoll mit der ein oder anderen “ichtanzmeinennamen”-Einlage für den ein oder anderen unfreiwilligen Körperkontakt sorgten.
Nach Luxuslärm gabs dann noch die Cover-Band Blue Cinnamon, die eigentlich Luxuslärm is oder umgekehrt…… zu fortgeschrittener Stunde war dann auch der Alloholpegel einiger Konzertbesucher rasant in die Höhe geschnellt und es gabe einige lustige oder auch weniger lustige Begebenheiten. Ein konzentriertes Anvisieren des Bierglases, ein wenig vor und zurückschwanken, dann nach rechts und links und zielsicher sprang die Hand vor und ergriff das Gesöff der Begierde. Ich persönlich hatte schon ein bisschen Angst um Taschen und Jacken die unter dem Stehtisch lagen, aber der Typ hatte Übung, das sah man
Ein kleines, vielleicht 4jähriges Kind hat meiner Meinung nach nix auf einem Konzert zu suchen. Schon gar nicht ohne Ohrenschutz und auch schon gar nicht bis 0.30 Uhr (oder wars schon später?). Da war der Egoismus der Eltern wohl stärker als ihre Sorge um das Wohl des Kindes……
Sonst war es ein toller Abend. Ich hatte viel Spaß, die Musik war klasse, die Hesse und (auch) der Gatte waren gut drauf, das Bier schmeckte und als wir uns auf den Heimweg begaben, hatte dann auch mein Deo (bei gefühlten 50 °C in der Halle kein Wunder) versagt. Das Auto haben wir wiedergefunden, der Rückweg war entspannt und zuhause wurde dann noch das ein oder andere vom Morgen übriggebliebene Brötchen vespeist. Um 3.00 Uhr hab ich mich dann auf die Wassermatraze begeben in der Gewissheit, dass man ja unbeschadet ein Stündchen länger schlafen konnte…..
Bollenhütchen und Sternschen: Mit Euch macht sogar Lüdenscheid Spaß