Samstag hatte ich hohen Besuch, naja, eigentlich war es genauer gesagt doch eher kleiner Besuch
Meine Nichte, bald stolze 4 Lenze alt, gab sich die Ehre einen ganzen Tag mit ihrer Tante zu verbringen… zum ersten Mal! Da das kleine halslose Monster der süße kleine Engel ungefähr genau in einer Autostunde Entfernung wohnt, haben wir beiden nich soooo oft das Vergnügen und ich hatte schon ein bisschen bedenken, ob sie wohl bei mir bleibt und wenn ja, wann sie dann anfängt nach Mama zu schreien und/oder einen Wutanfall kriegt, weil die Tante nicht jeden Wunsch erfüllt bzw. von den Augen abliest…..
Aber es kam alles zum Glück ganz anders: Als erstes wurde ich überschwänglich mit Küsschen und gaaanz feste drücken begrüßt. Mamas Ermahnungen (sei schön lieb und ärger die Tante nicht) wurden mit einem lapidaren “Jaja” entgegnet und dann war Mama auch schon weg. In der Küche, wo ich die Reste des Abwaschs noch erledigen musste, wurden mir die neuesten Neuigkeiten aus dem Kindergarten berichtet und und das ein oder andere Lied vorgesungen. Dann beratschlagten wir, was es zu Mittag geben könnte. Zu meiner großen Freude ißt die Kleene (im Gegensatz zu meiner Familie) gerne Ravioli (ich kann die sogar kalt aus der Dose löffeln), und so war dieses Problemchen schnell gelöst.
Dann galt es, mit dem, auf dem Lande lebenden und Freiheit gewohnten Kind in einem von vielen Straßen und Autos bevölkerten Stadtteil einer Großstadt einkaufen zu gehen. Mama hatte einen Buggy dagelassen und es war überhaupt kein Problem. Sie blieb brav sitzen, schnallte sich selber an und das Einkaufen gestaltete sich so als sehr entspannt. Die Frage, ob man wohl eine Süßigkeit einkaufen könne, wurde mit den Worten: “EINE Süßigkeit!” von mir beantwortet und die Suche nach der allerbesten Süßigkeit war schnell gelöst: Es sollte eine Riesentüte Weingummi sein. Ich hatte das Wort “kleine” vergessen und so ergab ich mich in mein Schicksal in der Hoffnung, die Tüte vor dem vollständigen Verzehr unauffällig verschwinden lassen zu können.
Als die Ravioli gefunden waren und wir uns der Kasse näherten hatte die kleine Maus eins von diesen “Sommer-Ü-Eiern” in der Hand und mein Hinweis: “Eine Süßigkeit war abgemacht” stürzte die kleine Seele dann kurzfristig in einen Konflikt. Plötzlich holte sie die Weingummis wieder aus dem Einkaufswagen, rannte zurück zu dem Süßigkeitenregal und packte die Tüte wieder an ihren vorherigen Platz. Da sie wusste, dass meine Tochter auch später aufkreuzen wollte, überredete sie mich noch, für mein “Baby” auch eins einzukaufen und zufrieden (die Eihälfte auslöffelnd) ging es zurück in Richtung Heimat.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Spielplatz vorbei und der wurde dann eine halbe Stunde bespielt. Die Worte “Wir müssen jetzt aber mal nach Hause” (weiterlesen…)