Dialekt / Ruhrpottslang
Di ,14/08/2007Ich find ja, wir im Pott haben einen sehr schönen “Dialekt”. Man tut uns verstehen, wenn wir wat sagen, im Gegensatz zu den Schwaben oder Hessen
Da muss man ja schon der ein oder anderen Vokabel mächtig sein, um dem gesprochenen Wort folgen zu können….
Nix desdo trotz find ich, man erkennt den einen oder anderen doch, wenner von hier wech kommt
Schade find ich, dat et tatsächlich Leute gibbt, die von hier wech kommen, die “unsere” Sprache absichtlich nich mehr sprechen wollen! Die Sprache von dat Ruhrpott is die Sprache der Arbeiter, also die Sprache der “einfachen” Leute, die z.B. auffm Pütt gearbeitet haben. Irgendzwie scheint et so zu sein, als wollen sich die Leute nich mit diesen “Arbeitern” identifi…. gleichstellen (die ja für Eingeborene die Verwandten gewesen waren) und versuchen teilweise durch akku… perfektes Hochdeutsch zu vermeiden, dat se zu hören kriegen:
“ey hömma, du komms doch von Bottrop/Essen/Gelsenkirchen wech….”
Ich find aber, dat gerade die Vergangenheit uns, die Ruhrgebietsmenschen, ausmacht (wie wahrscheinlich jeder sacht, wo immer er/sie/es wechkommt, dat einen dat Vatter/Mutterland ausmacht).
Leider hört man immer seltener Sätze wie: Komma bei die Omma; Sollnmer ne Mantaschale?; Bisse bekloppt? Kannze ma… oder Gibb ma´n Pilsken rübber……
Deshalb bin ich auch ganz stolz auf unser Mamma: Die kennt da nix, wenn die volle Kanne ruft: “Komma bei die Mama!”
Dann kommwer! Aber sowatt von…..
Wat ich gezz eichentlich sagen wollte is: Auch wenn man uns nich wirklich (wie die Bayern, Hessen, Schaben, Ostfriesen, Kölner, Düsseldoofer oder wiese auch alle heißen tun) am Dialekt erkennen tut, wir sind auf jedenfall ehrlich, sagen wat wir denken tun und treten damit gerne ma in dat ein oder andere Fettnäpfchen rein
aber so sinn wir
und ich bins gerne.
Jürgen von Manger hab ich leider nicht gefunden, aber ich hab einen, der fast von meiner Straße (quasi umme Ecke) wech, ma ausser Straßenbahn ausgestiegen is





