Bigi_Bloggt

Archive for Juli, 2007

Meine Stadt

Di ,31/07/2007

Manche Menschen glauben, dass im Pott die Menschen immer noch mit schwarzen Gesichtern, grauer Wäsche auf der Leine und Helmen auf dem Köpfen leben und es außer der Arbeit auf Zeche nix im Revier gibt.

Um mal ein bisschen mit diesen Vorurteilen aufzuräumen und auch inspiriert von Michas “Alb-Träumen”, stelle ich euch mal meine Stadt Essen und da die Orte, wo ich mich gelegentlich aufhalte, vor.

Rüttenscheid heißt der Stadtteil in dem ich seit ca. 12 Jahren lebe.

Von Rüttenscheid aus kommt man sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum shoppen in die Innenstadt. Für sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Inlinern oder Nordic-Walking fahre ich entweder annen See (Baldeneysee) oder ich benutze eine alte Bahntrasse, die zum Radweg umfunktioniert wurde und die gleich hier umme Ecke zu erreichen ist (leider gehts da mit dem Inlinern nicht, weil die Strecke nicht durchgehend asphaltiert ist). Walken kann man im Winter auch gut in der Gruga. Besonders wenn es früh dunkel wird: Die Wege sind beleuchtet und abends ist der Eintritt frei.

Für kleinere Ausflüge an der frischen Luft, eignet sich der Heissiwald, die Villa Hügel, eine Fahrt mit der Hespertalbahn verbunden mit einem Spaziergang, der See, die Gruga oder einfach eine Wanderung durch die Essener Wälder.

Essen hat 99 öffentlich zugängliche Kleingartenanlagen, sie sind die grünen Lungen der Stadtteile und man kann (da es vorgeschrieben ist, dass die Hecken nur 1,20 m hoch sein dürfen) dort wunderbar nach dem Essen mal einen kleinen Verdauungsspaziergang einlegen. In einer dieser Anlagen befindet sich seit 4 Jahren unser Garten.

Zum “alte Häuser gucken” kann ich die Kettwiger Altstadt empfehlen. Für Ausflüge in die Nachbarschaft eignet sich der Tierpark Schloss Oberhausen, von wo aus man zu Fuß das Centro Oberhausen erreichen kann. Also: Omma und Enkel ab innen Park und der Rest geht shoppen :grins: Das Gasometer in Oberhausen (in der Nähe von Tierpark und Centro) ist auch mal eine Anfahrt wert. Man kann ringsrum prima Radfahren oder spazieren und es gibt im Gasometer immer wieder wechselnde Ausstellungen. Aber auch, wenn gerade keine Ausstellung läuft, ist es ein Erlebnis, dat Dingen mal von innen zu betrachten.

Für Erlebnishungrige sind von uns aus Schloss Beck (besonders für Familien mit kleineren Kindern geeignet) , Movie Park und das Phantasialand in 1 bis 1 1/2 Std. erreichbar.

Für Kulturbegeisterte empfiehlt sich natürlich als erstes die Zeche Zollverein , die Museen sind auch mal einen Besuch wert und wer ganz viel Zeit mitbringt, kann auf der Route der Industriekultur wandeln. Die Ankerpunkte kann man sich natürlich auch nach und nach angucken ;) .

Gut erreichbar sind und immer wieder gerne besucht werden der Zoo in Gelsenkirchen und der in Duisburg.

Für abendliche Aktivitäten eignet sich die Rü (Rüttenscheider Straße) und Umgebung hervorragend. Hier gibt es vom Biergarten bis zum Yuppi-Schuppen alles, was das Herz begehrt und man kann die ganze Nacht von Kneipe zu Kneipe ziehen (wenn man es denn möchte).

So, ich hoffe, ich habe dem ein oder anderen ein bisschen Lust auf einen Besuch im Pott gemacht.

Es ist vollbracht

So ,29/07/2007

Schlechtes Wetter hat auch was Gutes. Was hätte ich auch sonst tun sollen :o ) Mit Hilfe meiner Lieben hat das ganze auch nur ungefähr genau 3 Stunden gedauert (ohne Ernte bei Regen):

Bigi surft

Sa ,28/07/2007

Ziemlich unverständlich für mich, dass es Leute gibt, die meinen ich wäre internetsüchtig. Es geht sogar das Gerücht um, ich hätte einen ferngesteuerten PC, der anginge, wenn ich mich (zu welcher Tageszeit auch immer) aus meinem Bett erhebe tztz.

Das Gegenteil ist wohl eher der Fall: Im letzten Ägyptenurlaub (lang lang ists her ;) ) war ich 1 Woche lang nicht surfen!!!!! Obwohl (und jetzt obacht!) ich jeden Tag mindest 3 x an der Internetstation vorbeigegangen bin!

Aber ich muss zugeben, nach der einen Woche hats doch hier oder da mal in den Fingern gekribbelt und in Begleitung meines Gatten machten ich mich auf zur 20 m entfernten Surf-Station. Da man ja nie auslernt, habe ich gleich mal einen 3stündigen Kurs genommen.

Wie befürchet, gestaltete sich das Surfen aber nicht so einfach, wie es gemeinhin aussieht. Obwohl die Hard- und Software Board und Rigg dem neuesten Standart entsprachen, hatte ich doch erstmal so meine Schwierigkeiten den PC hochzufahren auf das Board zu kommen und das Rigg (Segel) hochzubekommen. Außerdem saß ich ja nicht am heimischen PC sondern surfte in fremden Gewässern. Als das mit dem hochfahren aufsteigen endlich klappte und ich ein Stück weit ohne größere Probleme gesurft war, meinte mein Lehrer, ich müsste auch wieder den Weg zurück finden. Das sollte sich dann nochmal als ein schier unüberwindbares Hindernis erweisen. Der “eine Seite vor” und der “eine Seite zurück” Button funktionierte hier einfach nicht. Ich musste also lernen, was eine Wende und eine Halse ist und diese netten Fachbegriffe dann mithilfe von Körpereinsatz umsetzen.

Also ging es die nächsten 2 Stunden darum, hin- und herzusurfen und unaufhörlich die Seite zu wechseln. Einmal vorne rum (Wende) und einmal hintenrum (Halse). Jedesmal, wenn mein sehr geduldiger Lehrer Halse oder Wende schrie, habe ich das bei dem hohen Wellengang und dem rauschen des Windes irgendzwie nicht richtig mitbekommen und er meinte am Ende der 3. Stunde, ob ich Schwierigkeiten mit vorne und hinten hätte. Ich versuchte ihm dann zu erklären, dass ich mehr so eine Links-Rechtsschwäche hätte, aber das hat er wohl in Ermangelung von Kenntnissen in der deutschen Sprache nicht so richtig verstanden.

Er empfahl mir also, zu üben. Ohne ihn! Ich würd ja sowieso nicht auf ihn hören. Er malte mir noch ein hübsches Bild

gab mir ein Surfheft (für Kinder), wo man alles nachlesen konnte und so lustige Sprüche drinstanden wie: Ist das Kind ersmal nass, macht das Surfen richtig Spaß und ließ mich dann, mit einem netten Helfer, der mich zwischendurch retten sollte, alleine ins Rote Meer.

Und so zog ich an 2 Tagen hintereinander einsam (immer in Nähe zum Strand und in Nähe zu meinem Helfer) meine Bahnen und übte Minute um Minute Wende und Halse. Am dritten Tag kam dann mein großer Auftritt: Robby (der Lehrer) wollte doch mal gucken, ob ich wohl fleißig geübt hätte und ging mit mir und einem anderen Opfer Schüler (ein netter französischer Junge) zu dem Strandabschnitt, wo sich seltenst Schnorchler oder Schwimmer hin verschwammen verliefen und man prächtig, ohne anderes Leben zu gefährden, üben konnte.

Obwohl ich, ich schwör!, Wende und Halse quasi perfekt beherrschte, brachte mich die Stimme des Herrn Robbys immer wieder zu Fall. Er pfiff, brüllte Halse, schrie dem Jungen irgendzwas auf französisch zu, pfiff wieder und rief Wende und plumps, lag ich im Wasser.

Es dauerte auch nicht lange, da hatte mein Surflehrer es aufgegeben und ließ mich wieder einsam meine Kreise ziehen….. und siehe da, es klappte: Elfengleich hin zum Riff gesurft, eine elegante Wende und schwupps, elfengleich wieder zurück zum Strand geschwebt und dort zeigte ich eine formvollendete Halse.

Zum guten Schluss hat Robby mir grinsend und freundschaftlich auf die Schulter geklopft und den Daumen hochgehalten. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich so eine Art Naturtalent bin. Warum sollte es auch in Ägypten schlechter mit dem surfen klappen als zu Hause?

Nächstes mal werde ich sofort den 10 Stunden Kurs machen. Dann kann ich ne Prüfung machen krieg die Lizenz zum Surfen und dann!!!!!! kann ich auf allen Weltmeeren vor mich hinsurfen!!!!

Hier ein paar Impressionen von den Anfängen:

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Später hat es wesentlich besser geklappt, ehrlich!!!

(Slideshow erstellt mit freundlicher Unterstützung von soulsilence ;) )

Mirabellen & Co

Fr ,27/07/2007

Nachdem im letzten Jahr der Mirabellenbaum völlig fruchtlos war,  haben wir dieses Jahr mehr als genuch von den Dingern. Hab gestern 4 kg geerntet und am Wochenende werdens wohl noch mal 10x soviel (sprich 40 kg) werden. Wer mich kennt weiß, ich neige zur Übertreibung *grins*.  Einlegegurken gabs 1 kg und Buschbohnen auch (Ende der Ernte nicht in Sicht) dazu noch eine handvoll Heidelbeeren, 4 Himbeeren und 3 Walderdbeeren und 6 Tomaten. Da kann Kleinfamilie doch schon wat mit anfangen. Vertu ich mich da grade, oder is dies Jahr alles ein bisschen früher????? Na, wie auch immer, ich brauch dringendst Mirabellenrezepte!!! Wir können dat Zeug ja nich so essen, sonst sehen wir hinterher selber aus wie welche……

 Ach ja, wer sich grad gar nich beherrschen kann: Erntehelfer sind gerne gesehen (der Standort des Mirabellenbaums wird auf Anfrage verraten, die Bezahlung erfolgt in Naturalien). 

Kräht der Hahn auf dem Mist,
ändert sich das Wetter
oder es bleibt wie es ist.
Kräht er aber auf der Leiter
ändert sich’s
oder es macht so weiter.

Ich auch, ich auch

Di ,24/07/2007

Sodele, war gar nich schwer und tat auch gar nich weh. Werde also in Zukunft auch hier meinen Senf zum Leben allgemein und meinem eigenen hier abgeben. Wie nennt man dat? Gruppenzwang? Aber von euch lass ich mich gerne zwingen :lach: Werd mich die nächsten Tage mal hier durchwuseln….. das wars fürs erste mal ;-)